Strukturen

Focusing-Therapie: Strukturen

Erkennen von und Arbeiten mit strukturgebundenen Prozessen

Diese Weiterbildung ermöglicht eine intensive, erfahrungsbezogene und konzeptuelle Beschäftigung mit eigenen strukturgebundenen Phänomenen und denen der anderen TeilnehmerInnen und bietet ein intensives methodisches Training mit den sog. „schwierigen Situationen“, die in jeder Art von Psychotherapie über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

In der Focusing-Therapie haben wir es – wie in jeder anderen Form der Psychotherapie auch – mit Phänomenen zu tun, die am fließenden Veränderungsprozess nicht teilnehmen. Diese immer wieder- kehrenden Gefühls-, Denk-, Körper- und Verhaltensmuster nennen wir „strukturgebunden“.

Strukturgebundenes Erleben befindet sich nicht in Austausch mit der Ganzheit des Erlebens und mit der augenblicklichen Situation, in der wir gerade leben. Neben dem Erleben, sich gedanklich im Kreis zu drehen und emotional in den immer gleichen Gefühlen verfangen zu sein, initiieren diese inneren „Gewohnheiten“ immer auch Beziehungsstrukturen, in denen – paradoxerweise – die anderen Personen genau die kränkenden Antworten geben, die die eigenen strukturgebundenen Erlebensweisen bestätigen. Ebenso wirken strukturgebundene Situationen (starre soziale Strukturen, z.B. in der Familie, im Arbeitsleben) auf das innere Erleben ein und verunmöglichen Veränderungsprozesse.

Strukturgebundene Phänomene werden traditionellerweise mit Begriffen wie „Widerstand“, „Übertragung“, „Gegenübertragung“, „Charakterstrukturen“, „Persönlichkeitsstörungen“, „Wiederholungszwang“, „Beziehungsfallen“, etc. beschrieben. Die Arbeit mit ihnen gilt – unabhängig von der jeweiligen therapeutischen Schule oder Methode – als besonders schwierig und zugleich als Kernstück jeder Therapie.

In der Focusing-Therapie verstehen wir strukturgebundenes Erleben als (ehemals kreative) automatisierte Antworten auf vergangene, konflikthafte Lebenssituationen, die gleichzeitig auch die tiefsten und bedeutsamsten Lebensthemen einer Person in sich tragen.

Wir arbeiten mit Haltungen, Konzepten und Methoden, die diese strukturgebundenen Phänomene berühren und wieder mit dem frischen (Er-)Lebensprozess verbinden. Dabei versuchen wir sowohl eigenes strukturgebundenes Erleben von innen zu erfahren, als auch bei anderen zu erkennen und verstehen zu lernen als besonders bedeutsame „Führer“ zu den existentiellen Themen der Person. Unsere eigenen frisch erlebten strukturungebundenen Freiräume helfen uns dabei, uns den schwierigen strukturgebundenen Themen mit mehr Leichtigkeit und Gelassenheit zu widmen.

Diese Weiterbildung ermöglicht eine intensive, erfahrungsbezogene und konzeptuelle Beschäftigung mit eigenen strukturgebundenen Phänomenen und denen der anderen TeilnehmerInnen und bietet ein intensives methodisches Training mit den sog. „schwierigen Situationen“, die in jeder Art von Psychotherapie über Erfolg und Misserfolg entscheiden.


Weiterbildungsinhalte und Arbeitsformen:

  • Langfristige therapeutische Prozesse und Beziehungen
  • Sackgassen, Schlaufen und strukturgebundene Systeme
  • strukturgebundene Phänomene im Erleben, Handeln und in der Beziehung bei sich selbst und anderen identifizieren
  • beispielhafte Strukturmodelle („Charakterstrukturen“) von innen erleben und verstehen
  • strukturgebundene Phänomene in den verschiedenen Modalitäten kennen lernen
  • Resonanz, Gegenreaktion und Response
  • aus der Struktur springen, Paradoxien
  • Experiencing-Theorie und strukturgebundene Phänomene
  • Übungen und Experimente in Paaren und Kleingruppen
  • Partnerschaftliches Focusing
  • Kurzvorträge, Demonstrationen, Erfahrungsaustausch, Gruppenfocusing in der Großgruppe
  • partnerschaftliches therapeutisches Arbeiten mit eigenen strukturgebundenen Anteilen
  • Supervision

Voraussetzungen:
• Weiterbildungen: Basis, Essentials
oder ausgebildete/r oder in Ausbildung befindliche/r Psychotherapeut/in mit ausreichenden Focusing-Erfahrungen

Umfang und Kosten:
5 dreitägige Seminare + 5 Std. Einzelsupervision: € 2.200.-, zahlbar in 5 Raten à € 440.-
zusätzlich empfohlen, für das Zertifikat obligatorisch: 20 Std. Partnerschaftliches Focusing, Arbeit mit (Probe-)Klienten, Eigentherapie (nach individueller Absprache), Literaturstudium

Teilnehmerzahlbeschränkung:
Da wir die Teilnehmerzahl dieser Seminare auf maximal 14 TeilnehmerInnen beschränken, empfehlen wir Ihnen, sich rechtzeitig anzumelden.

> Ermäßigungen

Raum SalzburgLandhotel Moorhof, Franking/Dorfibm

Seminar I 26.09. - 29.09.2019Do. 19:00 - So. 13:00
Seminar II23.01. - 26.01.2020Do. 19:00 - So. 13:00
Seminar III19.03. - 22.03.2020Do. 19:00 - So. 13:00
Seminar IV14.05. - 17.05.2020Do. 19:00 - So. 13:00
Seminar V16.07. - 19.07.2020Do. 19:00 - So. 13:00

Leitung:

  • Prof. Dr. Johannes Wiltschko
  • und Katrin Tom-Wiltschko

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